Tradition und Brauchtum

Tradition und Brauchtum

Tradition und Brauchtum im Markt Kirchseeon

Unsere Gemeinde zeichnet sich durch gelebte Traditionen und Brauchtum aus. Feste und kulturelle Gepflogenheiten prägen das gemeinschaftliche Leben im Markt Kirchseeon. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei unsere zahlreichen Vereine ein, von denen viele auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken können. Mit großem Engagement tragen sie dazu bei, Traditionen zu erhalten und unsere Gemeinschaft zu stärken!

Der Kirchseeoner Perchtenlauf ist fester Bestandteil der vorweihnachtlichen Zeit und begeistert jedes Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Eindrucksvoll gestaltete Masken, aufwendige Kostüme, Trommeln und Glocken sorgen für eine besondere Atmosphäre im Markt Kirchseeon. Der Perschtenbund Soj schafft mit seinen Läufen durch das Gemeindegebiet unvergessliche Erlebnisse für Groß und Klein. Im März 2024 wurde der „Kirchseeoner Perchtenlauf“ in das deutsche Register im Rahmen des UNECSO-Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Die Termine und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Kirchseeoner Perchten. 

Im Perchten-Museum „MASKEUM“ erfahren Besucherinnen und Besucher mehr über den Kirchseeoner Perchtenbrauch, der seit 1954 wieder mit viel Engagement und Einsatz gelebt wird. Bewundern Sie die einzigartigen Kirchseeoner Perchtenmasken, lauschen Sie Geschichten und tauchen Sie ein in die Mystik der Rauhnächte.

1992 wurde die Perschten-Stifung Kirchseeon mit dem Stiftungszweck gegründet die vorhandenen Perchtenmasken und das dazugehörige Gerät für die Öffentlichkeit in ihrem Grundstock zu erhalten, neue Ausstattung zu erwerben und die Fortführung des Perchtenlaufs für die Nachwelt zu sichern. Im Stiftungsgeschäft ist festgelegt, dass die Familie Reupold, der Perschtenbund Soj und der Markt Kirchseeon die Stiftung gemeinsam errichten. Weiter ist festgelegt, dass die Stiftung den Namen Perschtenstiftung führt sowie selbständig rechtsfähig ist und ihren Sitz in Kirchseeon hat. Die Stiftungssatzung regelt den Namen, den Sitz und Rechtsstand, den Stiftungszweck, das Grundstockvermögen, die Stiftungsmittel und -organe und ihre Zuständigkeit, den Geschäftsgang, einen Vermögensanfall und die Stiftungsaufsicht.

Seit über 35 Jahren findet jährlich am 30. April ein magisches Spektakel auf dem Kirchseeoner Marktplatz statt: zur Walpurgisnacht tanzen die Kirchseeoner Hexen in ihren bunten Gewändern um das lodernde Feuer. Begleitet werden die Tänze der Alt- und Junghexen von rhythmischen Trommelklängen. 

Der Maibaum-Brauch im Markt Kirchseeon ist eine lebendige Tradition, die mit viel Initiative durch örtliche Vereine organisiert und gepflegt wird. Über Monate wird das gemeinschaftliche Großprojekt betrieben und geht schon weit vor dem 1. Mai richtig los: der Baum muss gefällt, transportiert, geschält und bemalt werden. Dann beginnt die Maibaumwache ihren Dienst und das Maibaumstüberl wird zum geselligen Treffpunkt. Das große Finale ist dann unstrittig das Maibaumaufstellen am 1. Mai. 

Der Maibaumbrauch wechselt durch die Ortsteile, sodass reihum in Kirchseeon, Buch, Eglharting, Kirchseeon-Dorf  und Ilching der Maibaum aufgestellt wird.

2026 wurde der 10. Maibaum auf dem Kirchseeoner Marktplatz aufgestellt. Organisiert und durchgeführt von der „Aktion Maibaum“ (Marktfeuerwehr, KC Kegelclub Kirchseeon und Seetaler Trachtler). 

Jährlich am ersten Samstag im Juli feiern wir das Bürgerfest auf dem Kirchseeoner Marktplatz. Für das leibliche Wohl sorgen unsere Vereine, die allerlei Leckereien und kalte Getränke anbieten.  Das Rahmenprogramm ist ein bunter Mix aus Darbietungen unserer Vereine und wechselnder Live-Bands.

Termin 2026: Samstag, 4. Juli. Ausschließlich bei gutem Wetter.

Auf Entdeckungsreise durch den Markt Kirchseeon

Graffiti-Malerei „4 Kirchseeoner Motive“ des Künstlers Raphael Gerlach „Satone“ aus dem Jahr 1998 in der Bahnunterführung an der Karl-Birkmaier-Straße in Kirchseeon.

 

Das Heimatmuseum Kirchseeon befindet sich im Obergeschoß der ATSV-Halle und wird vom Verein für Heimatkunde Kirchseeon e.V. betrieben. Die Ausstellung führt durch das Leben der Menschen im Gebiet der heutigen Marktgemeinde Kirchseeon, von den Funden der Bronzezeit über Kelten und Römer bis zum Eisenbahnbau des 19. Jahrhunderts und dem Alltagsleben des 20. Jahrhunderts. Das Museum ist von Oktober bis März geöffnet. 

Die historische Badstube aus dem 17. Jahrhundert stammt ursprünglich aus Ramerberg und befindet sich seit Sommer 1956 in Kirchseeon, im nach dem „Perchtenvater“ benannten Hans-Reupold-Weg. Sie dient als Vereinshaus des Perschtenbundes „Soj“. 

 

Die Kapelle St. Ursula in Ilching ist ein spätgotischer Bau mit Spitzhelm. Von der Ursulakapelle, die 1315 erstmals historisch nachweisbar ist, sind noch Fundamente im Boden zu finden.

Der Kugelbrunnen vor der Eisdiele an der Münchner Straße/Ecke Marktplatz aus dem Jahr 1991, Granit- und Schotterwerke Josef Kusser.

Das historische Kriegerdenkmal stammt aus dem Jahr 1922 und wurde mit Spenden aus der Bevölkerung, von Vereinen, von Brauereien, die damals in Kirchseeon ihr Bier lieferten und der Milchabsatzgenossenschaft finanziert. Entwurf: Bildhauer Max Meier aus Ebersberg; Material: Ettinger Tuffstein, Relief: Stahlhelm mit Lorbeeren und Eichenlauf aus Kalkstein. Inschrift nach dem 2. Weltkrieg: „Im Leben lieb und wert, im Tode nicht vergessen. Zum Gedenken an unsere Toten der Weltkriege 1914-1918 und 1939-1945 – Die Gemeinde Kirchseeon.“ Im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes wurde das Kriegerdenkmal vom damaligen Standort am süd-östlichen Teil des Marktplatzes (Ecke Wasserburger Straße) entfernt und fand im Oktober 1992 am Waldfriedhof in Kirchseeon seinen neuen Platz.  Auf Initiative der Krieger- und Soldatenkameradschaft Kirchseeon wurde das alte Kriegerdenkmal 2005 bis 2007 mit Spendengeldern aus der Bevölkerung renoviert. Seitdem findet man am Kriegerdenkmal auch Bronzetafeln mit den Namen der Gefallenen beider Weltkriege. Um die liebevolle Ausschmückung kümmern sich die Vereinsmitglied des Krieger- und Soldatenkameradschaft.

Das moderne Kriegerdenkmal wurde im November 1992 eingeweiht und steht am Kirchseeoner Marktplatz. Künstler: Kunstschmied Manfred Bergmeister aus Ebersberg und Steinmetz Adolf Gottlieb aus Kirchseeon. Es versinnbildlicht Unruhe und Gewalt, die Zusammengefügtes zerstört. Rote Steine im Pflaster bilden eine Blutrose. Die Inschrift lautet: „Zum Gedenken an die Toten der beiden Weltkriege und an die Opfer der Gewaltherrschaft.

Die in unserer Umgebung eher seltene Kaiserlinde verschönert seit dem Frühjahr 2005 den kleinen Grünzug am süd-östlichen Eingang des Kirchseeoner Marktplatzes. Der Baum wurde anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Perchtenläufe in Kirchseeon von den Salzburger-Rupertiperchten gestiftet und mit einer „grenzüberschreitenden“ Aktion eingepflanzt. Auf der Erinnerungsplatte, dem sog. „Moa-Stoa“, wird mit einer Inschrift am Fuße des Baumes die Freundschaft der beiden Vereine symbolisiert.

Der bronzene Perchtenbrunnen am Marktplatz  stammt aus dem Jahr 1993.  Künstler ist der mittlerweile verstorbene Bildhauer Hans Huschka aus Griesstätt. Die Gießerei Otto Strehle aus Winhöring bei Neuötting zeigte sich für die handwerkliche Ausführung zuständig.

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